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Frischenews

Salmonellen in Betrieben mit Zuchtschweinen weit verbreitet

18.12.2009

Die Ergebnisse einer bundesweiten, vom BfR koordinierten Studie zeigen, dass Salmonellen haeufig in Bestaenden mit Zuchtschweinen nachweisbar sind. In den meisten Faellen ist aber nur ein geringer Teil der Tiere infiziert.

Die Studie ist Teil einer Untersuchung, die im vergangenen Jahr in der Europaeischen Union (EU) in Zuchtschweinebestaenden durchgefuehrt wurde. Die Ergebnisse der EU-Studie wurden heute von der Europaeischen Behoerde fuer Lebensmittelsicherheit (EFSA) veroeffentlicht. Nach dem ebenfalls heute veroeffentlichten Bericht des BfR wurden in Deutschland in 45 der 201 untersuchten Bestaende mit mehr als 50 Zuchtschweinen (22,4 Prozent) Salmonellen in Mischproben aus dem Kot mehrerer Tiere nachgewiesen. "Infizierte Ferkel aus den Zuchtbestaenden koennen Salmonellen in die Mastbestaende verschleppen" sagt BfR-Praesident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Von dort koennen die Salmonellen ueber infizierte Schlachtschweine in die Lebensmittelkette gelangen. Bei der Zubereitung von Fleisch sollte deshalb sorgfaeltig auf eine besondere Kuechenhygiene geachtet werden. Fleisch sollte grundsaetzlich nur durcherhitzt verzehrt werden. So inaktiviert man nicht nur die Salmonellen sondern auch andere moegliche Krankheitserreger.

Salmonellen sind haeufig Erreger von Infektionen des Magen-Darm-Traktes des Menschen. Ein grosser Teil dieser Infektionen wird durch den Verzehr von Lebensmitteln verursacht, die mit Salmonellen verunreinigt sind. Neben Eiern und Gefluegelfleisch ist Schweinefleisch eine der haeufigsten Quellen solcher Infektionen.

Bei den 2008 in den Zuchtschweinebestaenden nachgewiesenen Salmonellen wurden nach Angaben des am BfR angesiedelten Nationalen Referenzlabors fuer Salmonellen 17 verschiedene Serovare identifiziert. Am haeufigsten wurden die Serovare Salmonella Derby (8,4 Prozent) und Salmonella Typhimurium (3,6 Prozent) nachgewiesen. Salmonella Typhimurium ist der zweithaeufigste Erreger von Salmonellosen des Menschen. Er wurde bei einer Studie ueber Salmonellen bei Schlachtschweinen, ueber welche die EFSA und das BfR im Jahr 2007 berichteten, am haeufigsten nachgewiesen.

In mehr als der Haelfte der Zuchtbestaende, in denen Salmonellen nachgewiesen wurden, waren nur eine oder zwei der zehn untersuchten Sammelkotproben Salmonella-positiv. Dies deutet darauf hin, dass nur ein geringer Teil der Tiere in den Bestaenden Traeger der Salmonellen ist und diese ausscheidet. Groessere Bestaende waren haeufiger Salmonella-positiv als kleinere Bestaende.

Die Infektion mit Salmonellen ist bei Schweinen meistens nicht mit einer Erkrankung verbunden. So kann der Keim in der Herde oft unerkannt bleiben und mit infizierten Ferkeln von Betrieb zu Betrieb gelangen. Die Bekaempfung der Salmonellen beim Schwein ist in Deutschland seit 2007 durch die Schweine-Salmonellen-Verordnung geregelt.

Die europaeische Studie zeigt, dass in allen Mitgliedstaaten mit intensiver Schweineproduktion Salmonellen in den Zuchtschweinebestaenden nachgewiesen wurden. Insgesamt waren in der EU 30,9 Prozent der Zuchtschweinebestaende mit Salmonellen infiziert. Dabei reichte die Bandbreite der Infektionsraten in den Mitgliedstaaten von null bis 58 Prozent der untersuchten Bestaende. Auch hier waren Salmonella Derby und Salmonella Typhimurium die am haeufigsten nachgewiesenen Serovare.

Die Ergebnisse der Studien bei Schlacht- und Zuchtschweinen werden die Grundlage fuer die Festlegung von Zielen fuer die Salmonellenbekaempfung in der EU sein.

 
 

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