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Tricks der Food-Fotografen

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Tricks der Food-Fotografen

Frische und Attraktivität sind die wichtigsten Elemente in der Wirkung von Food-Fotografie. Allerdings sind Lebensmittel verderbliche Ware und sehen in der Realität nicht immer so schön aus, wie sich das die Fotografen wünschen. Daher hilft man mit Tricks etwas nach.

Einige Beispiele:

- Um Kochatmosphäre mit Dampf zu schaffen, greifen die Stylisten zu kleinen Nebelmaschinen. Auch die Kombination von echtem Kochdunst und Trockeneis bietet sehr akzeptable Ergebnisse.
- Glasbehälter, Obst und Gemüse wirken besonders frisch und knackig, wenn diese mit Wasserperlen versehen werden. Eine fettfreie Oberfläche ist Voraussetzung. Dann mit Acrylspray besprühen und eine Mischung aus Wasser und Glycerin aufbringen.
- Eine Oberflächenbearbeitung mit Sirup-Grundierung und anschließendem Bestreuen mit Puderzucker schafft einen dauerhaft „frostigen“ Look

 
 
Quelle: Christopher Mick
Eine Mischung aus Wasser und Glyzerin lässt alles besonders frisch aussehen

- Braune Lebensmittelfarbe verleiht Braten und Geflügel knusprige Qualitäten
- In Sahne werden Corn Flakes nicht so schnell pappig. Die Verwendung von weißem Leim ist mittlerweile verpönt.
- Kaffee sieht besser aus, wenn Rotwein mit im Becher ist
- Gemüse sollte lieber nur blanchiert als gar gekocht werden, damit es frischer aussieht
- Getränke werden gerne mit Wasser verdünnt, weil das Licht besser durchschimmert und der Eindruck perliger ist
- Eiswürfel aus Acryl sind stabiler in Form und Position als die echten Kaltmacher
- Getränkeschaum für Bier und Cappuccino wird noch überzeugender mit Seifenblasen
- Tee sieht besser aus, wenn Kaffee und Wasser in der Tasse sind
- Salate müssen auf Dressing verzichten, weil die Soße das Grünzeug zusammen fallen lässt. Es kommt nur auf die Oberfläche an: Daher wird der Salat in der Schale gerne auf einem „Podest“ aus Kartoffelbrei arrangiert
- Eiskugeln werden aus Margarine geformt und damit haltbar gemacht. Lebensmittelfarbe sorgt für die richtige Geschmacksrichtung

Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt. Hauptsache, der Look stimmt. Der schöne Schein bestimmt die Wahl der Mittel. Food-Fotografen bezeichnen ihre Arbeit manchmal als „Knochenjob“. Denn trotz aller Tricks ist immer Eile geboten, Timing und Sorgfalt sind entscheidend in diesem Geschäft. Und wohlgenährt wird man auch nicht: Die so behandelten Lebensmittel sind selbstverständlich für den Verzehr nicht mehr geeignet und müssen nach dem Shooting entsorgt werden.

Ralph M. Bloemer, InterMopro.de