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Linde und Hamburg Port Authority setzen auf flüssiges Erdgas
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Linde und Hamburg Port Authority setzen auf flüssiges Erdgas
21.02.2012
Der Technologiekonzern The Linde Group und die Hamburg Port Authority (HPA) haben vereinbart, die Nutzung von verflüssigtem Erdgas (Liquefied Natural Gas - LNG) als umweltfreundlichen Kraftstoff im Bereich des Hamburger Hafens voranzutreiben. Ein entsprechendes Abkommen wurde heute in Hamburg unterzeichnet. Ziel ist, eine umfangreiche Machbarkeitsstudie zum wirtschaftlichen Einsatz von LNG im Hamburger Hafen zu erstellen. Erste Ergebnisse sollen Mitte 2012 vorliegen.
Beide Unternehmen wollen damit den Einsatz von LNG als alternativen Kraftstoff sowohl für die Schifffahrt als auch für andere Anwendungen, wie beispielsweise Lkw, fördern. Auf Grundlage der Untersuchungsergebnisse könnten dann konkrete Infrastrukturprojekte, wie beispielsweise eine LNG-Bunkeranlage im Hamburger Hafen, begonnen werden.
"Nachhaltigkeit hat sich in jedem Bereich der Wirtschaft zu einem harten Faktor entwickelt. Linde hat nicht nur diese Zeichen erkannt, sondern ist auch bereit, Verantwortung zu übernehmen. Von einer solchen Expertise werden wir in Hamburg langfristig profitieren", so Hamburgs Wirtschaftssenator Frank Horch.
Die Motivation, das Projekt in Angriff zu nehmen, erläuterte Jens Meier, Vorsitzender der Geschäftsführung der HPA: "Wir wollen den Schulterschluss zwischen Hafenwirtschaft und Technologieunternehmen im Hamburger Hafen fördern. Unser Ziel ist, langfristig nachhaltige Lösungen zu entwickeln, die den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen Rechnung tragen und gleichzeitig grüne Technologien voranbringen." Dazu ist LNG als umweltfreundlicher Kraftstoff besonders geeignet: "Erdgas verursacht wesentlich geringere Emissionen als Diesel oder Schweröl. Vor dem Hintergrund verschärfter Umweltstandards registrieren wir daher eine stetig steigende Nachfrage nach LNG-Lösungen im Transportsektor", erklärte Dr. Andreas Opfermann, Leiter Clean Energy und Innovationsmanagement bei der Linde Group.
Linde verfügt über langjährige Erfahrung im Einsatz von LNG als Kraftstoff. Bereits 1999 belieferte Cryo AB, eine Linde-Tochtergesellschaft, die weltweit erste LNG-betriebene Fähre mit den dafür notwendigen Speichersystemen. Bis heute hat Cryo AB in Skandinavien fast 40 Schiffe ausgerüstet. Die LNG-Versorgung wird durch von Linde betriebene Verflüssiger und LNG-Terminals sichergestellt.
Erdgasantriebe verringern den Ausstoß von Stickoxiden im Vergleich zum Diesel um knapp 90 Prozent und den von Kohlendioxid um bis zu 20 Prozent. Schwefeldioxid- und Feinstaubemissionen entfallen nahezu komplett. Dies entspricht den schärferen Grenzwerten für Schwefelemissionen (Sulphur Emission Control Area - SECA), die 2015 in Kraft treten werden. Außerdem verringern sie den Verschleiß der Motoren und senken damit die Betriebskosten.
Zusätzlich zu der jetzt unterzeichneten Vereinbarung führt derzeit der Germanische Lloyd zwei Studien zu LNG durch, an denen die HPA ebenfalls beteiligt ist. Neben den rechtlichen Rahmenbedingungen spielen hierbei technische Anforderungen an LNG-Bunkeranlagen eine zentrale Rolle. Durch die nun vereinbarte Kooperation zwischen Linde und der HPA werden nun auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der Betrieb einer solchen Anlage in die Überlegungen miteinbezogen.









